Am Rand der Traumwelt gab es einen Wald, dessen Bäume aus blauem Zuckerwatteflaum und dessen Blätter aus Seide gemacht waren. In diesem Wald lebte ein kleiner, lieber Bär namens „Mimi“, der die Ruhe liebte.
Mimi ging jeden Morgen, wenn er aus dem Schlaf erwachte, zu den Zauberblumen. Wenn eine Brise wehte, wackelten diese Blumen nicht, sondern streckten sich sanft und verströmten einen Erdbeerduft.
An einem goldenen Nachmittag sah Mimi seinen lieben Freund „Lulu“. Lulu war ein kleines, watteweiches Kaninchen, dessen Ohren wie Blütenblätter weich und rosa waren.
Lulu hielt eine kleine Laterne in der Hand, die mit Sternschnuppen gefüllt war. Er sagte: „Mimi, komm, lass uns gehen und den Sternen ein Schlaflied vorsingen.“
Zusammen gingen sie durch hohes Gras, das, wenn ihre kleinen Füße es berührten, „Hissss... Hissss...“ machte, als wollte auch das Gras schlafen.
Plötzlich kamen sie zum „Wolkenbaum“. Dieser Baum trug statt Früchten kleine Wolken, die wie Seifenblasen in der Luft schwebten. Mimi und Lulu schauten sie erstaunt an.
Mimi streckte die Hand aus und nahm eine der glänzenden Blasen. Diese Blase war voller süßer Träume für Kinder, die nachts früh einschliefen.
Der Mond leuchtete am Himmel wie eine gelbe, süße Zitronenscheibe. Lulu schaute zum Mond hinauf und sagte leise: „Es ist Zeit, dass überall still wird.“
Mimi und Lulu fanden ein weiches Bett aus grünem Moos. Sie zogen sich eine Decke aus Nebel über und legten ihre Köpfe auf wolkige Kissen.
Der ganze Wald versank in Stille. Mimi schloss die Augen und flog in die Welt der Träume. Gute Nacht, Mimi, gute Nacht, Lulu, gute Nacht, du schläfriger Wald.