Es war einmal, es war keinmal. In einem sehr fernen und kalten Land, wo der Schnee nach Zuckerwatte duftete, lebte ein hübscher kleiner Pinguin namens „Paniz“. Paniz liebte die Farbe Rosa und glitzernde Pailletten. Sie hatte einen rosafarbenen Wollschal, den sie sich immer um den Hals band.
Eines Morgens, als Paniz aufwachte, fand sie neben ihrem Bett einen Zaubersack. Im Sack waren lauter winzige Sterne und bunte Seifenblasen. Das waren „Freude“-Blasen. Paniz sagte zu sich: „Heute möchte ich all diese Freuden mit meinen Freunden teilen!“
Paniz nahm den Sack und rutschte auf ihrem kleinen Bauch über das glatte Eis. Wie ein rosafarbener Pfeil sauste sie die schneeigen Hügel hinunter und lachte. Der kühle Wind wirbelte zwischen ihren Federn hindurch, und sie fühlte sich ganz leicht.
Sie kam ans Meer und sah ihren Freund „Barfi“. Barfi war eine pummelige, freundliche Robbe, die auf einer Eisscholle saß und ein bisschen traurig aussah. Paniz ging zu ihm und sagte mit sanfter Stimme: „Hallo Barfi! Warum bist du so allein?“
Paniz steckte ihre Hand in den Sack und gab Barfi eine leuchtende Seifenblase. Sobald Barfi die Blase berührte, platzte sie, und um seinen Kopf herum war alles voller Sterne. Barfi lächelte ganz breit, und seine Augen funkelten vor Freude. Jetzt war er nicht mehr allein.
Zusammen machten sie sich auf den Weg und kamen zu einem Eisbaum. Oben im Baum saß ein kleiner Vogel namens „Koko“. Koko war kalt, und er konnte nicht singen. Paniz hatte auch für ihn ein besonderes Geschenk.
Paniz holte einen silbernen Stern aus ihrem Sack und warf ihn in Kokos Richtung. Der Stern setzte sich sanft auf Kokos Brust und gab ihm eine zarte Wärme. Koko begann, ein fröhliches und schönes Lied zu singen, das die ganze Ebene erfüllte.
Jetzt hatte sich das ganze Schneeland verändert. Überall, wo Paniz und Barfi entlanggingen, erschienen die Schneekörner in den Farben Blau, Lila und Gelb. Es war, als hätte sich die ganze Welt in ein wunderschönes Gemälde verwandelt.
Die Sonne begann langsam hinter den eisigen Bergen zu verschwinden. Paniz, Barfi und Koko versammelten sich um eine glänzende Eisblume. Sie verstanden, dass, wenn man Freude teilt, auch die eigenen Herzen wärmer und strahlender werden.
Als es Nacht wurde, kehrte Paniz nach Hause zurück. Sie war sehr müde, aber sehr glücklich. Sie legte ihren Kopf auf ihr weiches Kissen und schaute zu den Sternen am Himmel. Sie wusste, dass morgen auch ein weiterer Tag ist, um Freude zu teilen. Gute Nacht, kleine Paniz!