In einem kleinen und hübschen Zimmer saß der kleine Parsa auf seinem warmen und weichen Bett. Sein Zimmer war voller Plüschpuppen und bunter Bilder. Plötzlich fand er unter seinem Blümchenkissen eine goldene, glänzende Uhr, die vorher nicht dort gewesen war.
Die Uhr sagte mit einer sanften Stimme: „Tick... tack... tick... tack...“. Parsa hielt neugierig sein Ohr ganz nah an die Uhr. Plötzlich kam ein goldenes, weiches Licht aus der Uhr heraus und füllte das ganze Zimmer wie ein Kranz aus funkelnden Lichtern.
Aus den zitternden Lichtstrahlen sprang ein kleines, pummeliges Vögelchen heraus. Es hieß „Tikko“. Tikko hatte Flügel in himmelblauer Farbe und einen kleinen Schnabel. Es kreiste um Parsas Kopf und sagte mit glöckchenhafter Stimme: „Hallo Parsa! Es ist Zeit für eine Traumreise!“
Tikko zeigte mit seinen kleinen Flügeln zum Fenster. Parsa nahm Tikkos Hand, und plötzlich wurden beide leicht, wie eine Feder! Sie flogen aus dem Fenster hinaus und schwebten in Richtung eines Himmels, der nach Zuckerwatte duftete.
Sie kamen in ein Land, in dem die Wolken wie bequeme Sofas waren. Parsa setzte sich auf eine große, rosafarbene Wolke. Die Wolke war so weich, dass Parsa ein bisschen darin versank und laut lachte.
Ein Stück weiter saß ein gelber, funkelnder Stern namens „Setare“ auf der Spitze eines silbernen Mondes. Setare war ein bisschen verschlafen und trug eine Schlafmütze mit einer kleinen Quaste. Sie schaute Parsa an und lächelte.
Setare gab Tikko einen kleinen Korb voller funkelnder Magie. Tikko und Setare fingen gemeinsam an, winzige Sterne auf Parsas Rocksaum zu streuen. Sein ganzer Saum wurde wie die Lichter der Nacht ganz voller Glanz.
Nach dem Spielen fand Tikko einen hohen Regenbogen, der aus Seide gemacht war. Parsa und Tikko setzten sich auf den Regenbogen und rutschten wie auf einer großen Rutsche nach unten. Ein kühler, sanfter Wind wehte durch Parsas Haare.
Die Regenbogenrutsche endete genau in Parsas Zimmer. Parsa kam ruhig auf seinem Bett an. Er war sehr müde, aber er hatte ein seltsam fröhliches Gefühl. Tikko ging wieder in die goldene Uhr hinein, und Parsa legte die Uhr auf den Tisch.
Parsa schloss die Augen und hielt die goldene Uhr unter seiner Hand. Er wusste, dass Tikko morgen Nacht auch auf ihn wartet. Während das „Tick... tack...“ der Uhr wie ein Schlaflied zu hören war, fiel Parsa in einen tiefen, süßen Schlaf.