In einem Garten voller rosiger, weicher Blumen lebte ein Junge namens Taban. Er hatte einen kleinen, magischen Beutel, der voll war mit kleinen, funkelnden Monden.
Taban liebte seine kleine Schwester Niloufar sehr. Jede Nacht teilte er all seine süßen und leuchtenden Träume mit ihr.
Eines hellen Tages sagte Niloufar: „Lieber Taban, kannst du mir deinen schönsten und leuchtendsten Mond zum Spielen geben?“ Taban gab ihn ihr freundlich.
Plötzlich stolperte Niloufar ein bisschen. Der glänzende Mond rutschte aus ihren kleinen Händen und fiel hinunter. Dieser schöne Mond verschwand mitten in den violetten, tiefen Wolken.
Niloufar wurde sehr traurig und ängstlich. Sie dachte, Taban würde bestimmt wütend auf sie sein. Also ging sie weg und versteckte sich hinter den Flügeln eines großen Schmetterlings.
Taban suchte überall nach seiner Schwester. Sein Herz brannte wegen des verlorenen Mondes, aber noch mehr vermisste er Niloufar. Er rief: „Niloufar, wo bist du?“
Endlich fand Taban seine Schwester hinter den Blumen. Er sah, dass Niloufar den Kopf gesenkt hatte und leise weinte.
Mit zitternder Stimme sagte Niloufar: „Vergib mir, Bruder! Dein schöner Mond ist verloren gegangen und kommt nicht mehr zurück.“ Taban trat näher und nahm ihre Hand.
Taban sagte: „Verzeih von Herzen und lass los. Dieser Mond war nur ein Stück Licht, aber du bist meine Schwester, und ich werde dich immer mehr lieben als alle Monde.“
Jetzt spielen Taban und Niloufar wieder zusammen. Ihr Lächeln ist heller und schöner als alle magischen Monde der Welt.