Sajâ war ein ruhiges und liebevolles Mädchen. Sie ging in ein Zimmer, das nach Jasminblüten duftete. Überall war es weiß und rein.
In einer Ecke dieses Zimmers stand ein schöner Mihrab. Ein goldenes Licht strahlte von oben am Mihrab hinunter. Sajâ schaute auf dieses warme Licht.
Sajâ setzte sich auf einen weichen, hellblauen Gebetsteppich. Sie fühlte sich ruhig. Die Stille des Mihrab war wie ein schönes Wiegenlied.
Plötzlich flog ein kleiner blauer Vogel namens Zajal durch das Fenster herein. Zajal setzte sich mit seinen weichen Flügeln neben Sajâ.
Die Wände des Mihrab füllten sich nach und nach mit rosa, kleinen Blumen. Sajâ streckte ihre Hand aus, um den guten Duft der Blumen zu riechen.
Zajal drehte sich um Sajâ. Sajâ blickte hin und sah, dass kleine Sterne im Inneren des Mihrab funkelten. Es war, als wäre der Himmel dorthin gekommen.
Sajâ hob ihre kleinen Hände zum Himmel. Mit einer sehr leisen Stimme begann sie zu beten. Ihr Herz war voller Freude.
Ein zartes Licht, wie eine warme Umarmung, umhüllte Sajâ. Sie spürte, dass die Engel in der Stille des Mihrab neben ihr waren.
Zajal setzte sich auf Sajâs Schulter und steckte seinen Kopf unter seinen Flügel. Sajâ sagte leise: «Gütiger Gott, danke.»
Sajâ schloss nach und nach ihre Augen. In der reinen Stille des Mihrab glitt sie in einen süßen, lichtvollen Schlaf.